SharePoint als DMS · Ratgeber

SharePoint als DMS: wo es an Grenzen stößt – und was wirklich fehlt.

SharePoint ist eine starke Kollaborationsplattform – und wird in vielen Unternehmen trotzdem als „DMS" zweckentfremdet. Das geht eine Weile gut, bis Revisionssicherheit, GoBD oder saubere Aktenführung gefragt sind. Dieser Ratgeber ordnet ehrlich ein: was SharePoint kann, wo die Grenzen liegen und wann ein echtes Dokumentenmanagement der tragfähigere Weg ist.

SharePoint als DMS: eine Kollaborationsplattform stößt bei revisionssicherer Archivierung an ihre Grenzen

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Ehrliche Einordnung

Kann man SharePoint als DMS nutzen?

Die kurze Antwort: als Ablage und Kollaborationsplattform ja – als revisionssicheres DMS nur eingeschränkt. SharePoint kann Dokumente speichern, versionieren, teilen und mit Metadaten-Spalten anreichern; für Teamarbeit an lebenden Dokumenten ist es hervorragend. Dokumentenmanagement im engeren Sinn bedeutet aber mehr: unveränderbare Archivierung, durchgängige Aktenlogik, Aufbewahrungsfristen und dokumentenzentrierte Prozesse.

Genau an dieser Stelle beginnen die Probleme – nicht, weil SharePoint schlecht wäre, sondern weil es für einen anderen Zweck gebaut wurde.

Die Grenzen

Wo SharePoint als DMS an Grenzen stößt.

Aktenstrukturen

Bibliotheken und Ordner ersetzen keine durchgängige Aktenlogik: Eine Kunden-, Vertrags- oder Personalakte mit Registern und Pflicht-Metadaten muss mühsam nachgebaut werden – je Site aufs Neue.

Aufbewahrungs- & Löschfristen

Fristen je Dokumentart (10 Jahre Belege, DSGVO-Löschpflichten) sind im Standard aufwendig zu konfigurieren und schwer zentral nachzuweisen.

Massendaten & Belegverarbeitung

Tausende Eingangsbelege pro Monat automatisch klassifizieren, auslesen und ablegen – dafür ist SharePoint nicht gebaut; Listen-Schwellwerte und Performance setzen Grenzen.

Dokumentenzentrierte Workflows

Rechnungsfreigabe mit Vertretungsregeln, Stempeln und Protokoll erfordert Power-Automate-Eigenbau – inklusive Pflegeaufwand bei jeder Änderung.

Governance-Wildwuchs

Jedes Team legt eigene Sites, Bibliotheken und Spalten an: Nach zwei Jahren existieren fünf Ablage-Logiken parallel – und niemand findet verlässlich etwas.

Fair bleibt festzuhalten: Mit Zusatzlösungen und konsequenter Governance lässt sich einiges davon nachrüsten – der Aufwand dafür ist aber Teil der ehrlichen Rechnung (siehe unten).

Compliance

Revisionssicherheit, GoBD & DSGVO: die entscheidenden Fragen.

Versionierung ≠ Revisionssicherheit

SharePoint versioniert Dokumente – aber Versionen können gelöscht, Bibliotheken umkonfiguriert werden. Revisionssicherheit verlangt eine unveränderbare, manipulationsgeschützte Ablage mit lückenloser Protokollierung.

Was für GoBD fehlt

GoBD-konforme Archivierung braucht Unveränderbarkeit, geordnete Ablage mit Index, Aufbewahrungslogik und eine Verfahrensdokumentation. Im SharePoint-Standard ist das nicht angelegt – es erfordert Zusatzlösungen und dauerhafte Disziplin.

DSGVO & Souveränität

SharePoint ist DSGVO-konform nutzbar – zu beachten bleibt: Microsoft unterliegt als US-Anbieter US-Recht (CLOUD Act), auch bei EU-Rechenzentren (EU Data Boundary). Für hohe Souveränitätsanforderungen ist deutsche Datenhaltung ein sachliches Kriterium.

Hinweis: Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung. Compliance-Anforderungen im Zweifel mit Steuerberater bzw. Datenschutzbeauftragtem abstimmen.

Die zwei Wege

SharePoint erweitern – oder ein echtes DMS nutzen?

Weg 1
SharePoint erweitern

Zusatzlösungen (z. B. Shareflex, d.velop für M365) rüsten Compliance-Funktionen nach. Ehrlich kalkuliert: Zusatzlizenzen je Nutzer, Einführungsprojekt und dauerhafte Pflege der Konfiguration kommen zur bestehenden M365-Lizenz dazu.

Weg 2
Echtes DMS daneben oder statt dessen

Ein dediziertes DMS bringt Revisionssicherheit, Aktenlogik, Fristen und Workflows als Kernfunktion mit – ohne Aufrüst-Projekt. SharePoint kann parallel die Kollaborationsplattform bleiben.

Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ausgangslage und Anspruch ab: Wer nur eine Compliance-Lücke schließen will, kann erweitern. Wer Dokumentenprozesse ernsthaft digitalisieren will – Akten, Rechnungsworkflows, Fristen –, fährt mit einem dedizierten DMS meist klarer und langfristig günstiger.

Das echte DMS

Amagno: DMS als Kernfunktion, nicht als Aufrüstung.

Amagno ist ein deutsches DMS, bei dem genau die Punkte Kernfunktion sind, die SharePoint fehlen: GoBD-konforme, revisionssichere Archivierung, durchgängige Aktenlogik, Aufbewahrungsfristen und dokumentenzentrierte Workflows – gehostet in Deutschland und durch workcentrix betreut eingeführt.

Wichtig dabei: Das ist kein Entweder-oder. SharePoint kann Ihre Kollaborationsplattform bleiben, während Amagno die rechtssichere Archivierung übernimmt – die filehub-Konnektoren zu SharePoint, OneDrive und Microsoft 365 verbinden beide Welten.

Amagno DMS im Detail › · Integrationen (Microsoft 365 & mehr) › · SharePoint komplett ersetzen? Zur Alternative-Seite ›

Migration & Datenübernahme

Wechsel von SharePoint zu Amagno – ohne Datenverlust.

Der häufigste Grund gegen einen DMS-Wechsel ist die Sorge um die Bestandsdaten. Genau hier liegt unsere Stärke: Wir übernehmen Ihre Dokumente inklusive Metadaten, Verschlagwortung und Ordner-/Aktenstrukturen aus SharePoint – begleitet, GoBD-konform und mit Soll-Ist-Validierung.

Vollständig: Dokumente, Metadaten, Strukturen, Historie
Nachvollziehbar: GoBD-konforme Übernahme mit Protokoll
Abgesichert: Validierung (Soll-Ist-Abgleich) und Rollback-Sicherheit
Individuell: Eigene Softwareentwicklung auch für Sonderfälle und fehlende Standard-Schnittstellen

So läuft der Wechsel ab ›

Compliance

GoBD, DSGVO & deutsches Hosting.

GoBD-konforme Archivierung: Steuerrelevante Belege revisionssicher und unveränderbar abgelegt.
DSGVO & rollenbasierter Zugriff: Klare Sichtbarkeiten je Abteilung und Funktion.
Deutsches Hosting: Ihre Daten bleiben in Deutschland.
Aufbewahrungsfristen automatisiert: Fristgerechte Vorhaltung und Löschung.
Auftragsverarbeitung: Geprüfte AV-Vertragsvorlagen inklusive.

Prüfen Sie an Ihren eigenen Dokumenten, was SharePoint (nicht) leistet.

Bringen Sie ein paar typische Belege oder eine Akte mit – wir zeigen in 30 Minuten live den Unterschied zwischen SharePoint-Ablage und echter DMS-Aktenführung. Inklusive ehrlicher Einschätzung, ob Sie überhaupt wechseln müssen.

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Häufige Fragen

FAQ: SharePoint als DMS

Ist SharePoint als DMS revisionssicher – und was fehlt für GoBD?

Standard-SharePoint ist nicht automatisch revisionssicher: Versionierung ersetzt keine unveränderbare, GoBD-konforme Ablage mit Aufbewahrungslogik und Verfahrensdokumentation. Das erfordert Zusatzlösungen – oder ein dediziertes DMS.

Warum ist SharePoint kein (vollwertiges) Dokumentenmanagementsystem?

SharePoint ist primär eine Kollaborations-/Ablageplattform. Für echtes DMS fehlen im Standard u. a. revisionssichere Archivierung, durchgängige Aktenlogik, Aufbewahrungs-/Löschfristen und dokumentenzentrierte Workflows.

Ist SharePoint DSGVO-konform nutzbar?

Grundsätzlich ja, mit entsprechender Konfiguration – zu beachten ist aber, dass Microsoft als US-Anbieter US-Recht (CLOUD Act) unterliegt, auch bei EU-Rechenzentren. Für hohe Souveränitätsanforderungen ist deutsche Datenhaltung ein Kriterium.

Kann SharePoint als DMS-System verwendet werden?

Für einfache Ablage ja; für rechtssichere, GoBD-konforme Aktenführung mit Workflows stößt es an Grenzen und wird dann über Erweiterungen oder ein dediziertes DMS ergänzt/abgelöst.

Wann reicht SharePoint – und wann brauche ich ein echtes DMS?

Für Zusammenarbeit und einfache Dokumentablage kann SharePoint genügen. Sobald revisionssichere Archivierung, GoBD, Aufbewahrungsfristen und dokumentenzentrierte Workflows gefragt sind, ist ein DMS wie Amagno der tragfähigere Weg.

Peer Nilsson, Geschäftsführer workcentrix

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Peer Nilsson
Geschäftsführer · workcentrix GmbH

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